2021-10-27: Fünfte Episode 2021 des Podcasts "Digitalisierung der Medizin" veröffentlicht

Thema der neuen Episode: Digitale Patientenakten und der Austausch von medizinischen Daten

Digitale Patientenakten, in denen Untersuchungs- und Behandlungsdaten gespeichert werden, gibt es verteilt an zahlreichen Orten des Gesundheitswesens. In Arztpraxen, Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen etc. werden darin digitale Patientendaten von Mitarbeitenden der jeweiligen Einrichtung erstellt, eingesehen und bearbeitet. Weitere Personen, die mit am Behandlungsprozess beteiligt sind, wie Ärzt:innen, Therapeut:innen und Pflegekräfte, aber auch der Patient/ die Patientin selbst haben keinen direkten Zugriff auf diese Patientendaten. Benötigte Informationen zu Vorerkrankungen, Medikationen und Untersuchungsergebnissen liegen dem/ der Mitbehandelnden dadurch häufig nicht oder zu spät vor.
Die elektronische Patientenakte (kurz ePA) soll hier Abhilfe schaffen. Aufgrund aktueller Gesetze sind die Krankenkassen seit dem 1. Januar 2021 verpflichtet, allen ihren gesetzlich Versicherten eine ePA zur Verfügung zu stellen. Mit der Einführung einer über Praxis- und Klinikgrenzen hinweg verfügbaren digitalen Patientenakte verfolgt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) das Ziel die Gesundheitsversorgung zu verbessern.
In dieser Episode spricht Katja Weber mit Frau Prof. Dr. Sylvia Thun und Frau Lena Dimde über die Funktionen der ePA und die speziellen Herausforderungen bei deren Entwicklung z. B. hinsichtlich des Datenschutzes und der Interoperabilität, aber auch über weitere internationale Patientenakten-Initiativen. Die Professorin Sylvia Thun leitet u.a. die Core Unit eHealth & Interoperabilität am Berlin Institute of Health (BIH). Lena Dimde arbeitet als Produktmanagerin für die elektronische Patientenakte bei der gematik.

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